The Miracle of Changing Into a Better Me image

Das Wunder, ein besseres Ich zu werden

Am 21. März 2011, nur 48 Stunden bevor ich in diese Gemeinschaft kam, war ich zwei Wochen trocken. An diesem einen Tag war ich mir extrem sicher, dass ich nie wieder meiner Sucht nachgeben würde. Das einzige Problem dabei war, dass ich dieses starke Gefühl der Sicherheit bereits tausende Male gehabt hatte seit mehr als einem halben Jahrhundert.

Dann ist etwas passiert, das ich nie wieder vergessen werde. Ich hörte eine Stimme, die mir ganz deutlich sagte “Du weißt, dass du es wieder nicht schaffen wirst.” Zweifelsohne war mir diese Nachricht bereits unzählige Male geschickt worden, aber ich war zu blöd oder zu arrogant gewesen, um darauf zu hören. Dieses Mal ging ich ins Internet, fand AS, ging in der darauffolgenden Nacht in ein Meeting und bin seitdem in der Genesung geblieben.

Es gibt viele Gründe, aus denen ich trocken geblieben bin, aber was ich teilen möchte, ist die Starthilfe die ich hatte, als ich in dieses erste Meeting ging. Die meiste Zeit meines Lebens war ich: voller Groll und Neid, urteilend, arrogant, bedürftig, sorgenerfüllt, ängstlich, unzufrieden. Und ich hatte auch viele andere Charakter fehler. Ich war unglücklich als Kind, als Teenager, als junger Mann, als mittelalter Mann und – naja, das soll erstmal reichen. Ich mochte mich selbst nicht und sehnte mich danach, mich zu ändern. Ich wusste, dass ich sehr fehlerbehaftet war, aber trotz aller Berater und Psychologen, verschiedener Kurse, sowohl spirituell als auch weltlich, sowie auch zahlreicher Bücher, machte ich stets nur temporäre Fortschritte.

Also, wie bin ich damit umgegangen? Es war einfach. Ich griff entweder auf meine Sucht zurück (die begann, noch bevor ich 10 Jahre alt war) oder ich beschuldigte andere – besonders und besonders traurig, meine Frau. In Wahrheit benutzte ich beides.

Okay, spulen wir vor zu 2008. Meine Frau hatte genug und zum dritten Mal verließ sie mich. Dieses mal sagte sie, sie würde nicht zurückkommen. Wir sind nicht geschieden, und ich bete weiterhin dafür, dass wir wieder vereint werden.

Der Mut meiner Frau, mir zu sagen dass sie geht, war ein extrem großer Motivator für mich. Ich ließ mich komplett darauf ein, die Art wie ich dachte und mich verhielt zu ändern. Ich schrieb alle meine Charakterdefekte auf und entschloss mich, die Art zu ändern wie ich dachte und wie ich auf meine Gefühle reagierte.

Ich hatte Glück, denn ich wollte mich wirklich ändern und ich würde jedem Süchtigen sagen, dass dies der Schlüssel ist. Ich muss mein Verhalten und mein Denken ändern WOLLEN, genauso wie ich aufhören wollte auszuagieren.
Es ist meine Erfahrung, dass ich nicht trocken bleiben werde, bis ich mich so weit wie möglich von meinem Ego trenne – sehr, sehr wichtig, mein Ego loszulassen – und von den Fehlern, vor denen ich immer weggelaufen bin.

Also, wie bin ich es angegangen? Ich habe angefangen, indem ich Konversationen mit einigen meiner Gefühle hatte. Ich weiß, das klingt verrückt, weil ich im Endeffekt mit mir selbst redete, aber es war erstaunlich wie schnell die zweite Stimme ein Eigenleben annahm (der innere Bill? Der anständige Bill? Der erwache-zu-dir-selbst Bill?).

Ich versuchte zu verstehen, ob es irgendetwas positives an allen meinen Charakterfehlern gab, und falls nicht, warum plagten sie mich und machten mein Leben – aber besonders das Leben meiner Frau – zu so einem Elend? Hier sind ein paar Beispiele zu den Antworten, die ich erhielt:

NEID. Statt diesem Gefühl zu erlauben mich zu vergiften, erlaube ich ihm mich zu motivieren. Wenn ich also neidisch auf jemanden bin, der gebildeter als ich ist, den Kopf senken, lernen und mich selbst verbessern. Wenn ich neidisch bin, weil er/sie ein besseres Haus, Auto oder was auch immer hat: mehr arbeiten, keine leichtsinnigen Ausgaben machen und Geduld üben. Vor allem: mich darauf fokusieren was ich tun kann um MICH SELBST zu verbessern, und nicht jemand anderen.

GROLL: Was kann Groll den überhaupt Gutes in meinen Leben haben, fragte ich mich. Die Antwort überraschte mich.

Nehmen wir mal an, ich laufe die Straße entlang und sehe, dass auf der anderen Seite jemand gemobbt wird. Ich kann das ignorieren (und von mir selbst angeekelt sein); ich kann von dem Mobber angeekelt sein und hoffen dass jemand anderes eingreifen wird. Oder, so Gott will, ich kann dem Groll, den ich gegenüber dem Mobber verspüre erlauben, mich zu motivieren, selbst den Mut zu haben um einzugreifen. Was entscheidend ist, wenn ich fühle dass ich mit Groll reagiere.

ROMANTIK: Den Großteil meines Lebens war ich süchtig nach Romanzen. Was ist das Gute an dir, fragte ich die Romantik. Warum hast du meinen Kopf verwirrt? Aber die Romantik hatte eine Antwort. “Du hast das Leben aus mir herausgewrungen Bill. I bin nötig um das Feuer zu entzünden und zwei Menschen zusammen zu bringen, ihnen zu helfen den anderen zu umwerben und die frühe Zeit der Heirat zu nähren. Aber ein reifer Erwachsener versteht, dass sich eine Beziehung von der reinen Romanze zur partnerschaftlichen Liebe ändert. Du hast nie verstanden oder überhaupt versucht zu verstehen, dass dieser Übergang für eine glückliche und gesunde Ehe essentiell ist; ein Verständnis, das dir helfen würde, den unweigerlichen Herausforderungen einer jeden Ehe standzuhalten, wie etwa die Wirklichkeit von zwei Individuen mit unterschiedlichen Träumen, unterschiedlichen Meinungen und unterschiedlichen Perspektiven. ABER – und das ist etwas, das du nicht verstehen konntest oder wolltest – eine partnerschaftliche Beziehung bedeutet nicht das ENDE der Romanze. Romantik sollte dabei ein Teil, nicht aber das Ein und Alles sein.

Diese Übung war, als wäre ein Schleier gehoben wurden. Natürlich habe ich mich nicht über Nacht verändert, aber die Veränderung began und je mehr ich mich veränderte desto weniger fühlte ich mich zu meinen alten Fluchtmitteln hingezogen. Ich habe heute eine Freiheit, die ich mir nie hätte vorstellen können. Das erste Mal in meinem Leben bin ich wirklich zufrieden damit, wer ich bin. Ich möchte nicht jemand anderes sein, wie ich es den Großteil meines Lebens sein wollte. Ich brauche heute nicht die Bestätigung von irgendjemand anderem. Es scheint mir, dass emotionale Nüchtenheit gleichzeitig Heiterkeit bedeutet und – die Abwesenheit meiner Frau beiseite – mein Leben heute ist größtenteils Heiter.

Ich kam in das Programm, nachdem ich drei Jahre vorher auf eine Ernsthafte Reise der Heilung und Genesung aufgebrochen bin, aber diese Genesung hätte nicht angedauert, wäre ich nicht zu AS gekommen und leidenschaftlich die Zwölf Schritte angenommen.

Bill F., Sydney, Australien

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