4. (F)T_D - 299 - A Vision of Kindness

Eine Vision der Güte

Nur Gottes Macht vermag die Blindheit der Selbstbezogenheit zu nehmen

und die Augen des Dienens zu erhellen.

Als kleines Kind

hat Gott mir gezeigt,

meinen ganzen Tag

in einer Vision zugleich.

„Sieh“, sprach Er,

„all das Gute für dich,

das du in liebendem Dienst wählen kannst für dich.“

„Nicht ich“, sprach ich,

und schüttelte fest den Kopf.

Und mit einer Handbewegung, sacht,

wie Sand, der fortgewischt wird mit Macht,

strich ich jede gute Tat aus meinem Sinn,

gab den Weg der aufrichtige Güte dahin.

„So etwas werde ich nicht tun;

mit meinem ganzen Wesen nun

such ich nur selbstsüchtiges Begehren,

das ich an einem Tag kann nähren.

So gehe ich meinen eigenen Weg

und zerstöre mit Wort und Tat, was vor mir liegt.“

Ich tauschte Freude gegen Schmerz ein.

Alles ging verloren, nichts sollte mehr Gewinn sein.

Und selbst wenn ich den Weg ändern wollt,

sah mein Geist nur Pfade, aus düsterer Quelle,

die Schmerz und Qual vermehrte nur mehr.

Was ich nicht sehen konnte dabei,

war: Alles Gute in mir ging entzwei.

Verzweifelt, nieder auf den Knien,

bat ich meinen Schöpfer, mir zu zeigen

das Gute, das ich tun kann hier,

indem ich andern diene, Schritt für Schritt,

im Lauf des Tages, wie er geht,

mit den Schritten, die mein Weg nun sind und stet,

der Menschheit zu dienen,

durch freundliches Sinnen

in allem, was ich tu und sag

in diesen vierundzwanzig Stunden heut am Tag.

Und wenn ich einmal irre geh,

mögen die Schritte lenken mich, dass ich versteh,

dass ich durch Gottes Gnade sodann

einen Weg betreten haben kann,

der wahrhaft ist und rein,

mit Visionen von Dir allein.

Anonymous, USA

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